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Ausbildungshilfe in der ELFENBEINKÜSTE

Als im September 2002 in der Elfenbeinküste ein Bürgerkrieg ausbrach, kam die Projektarbeit über 10 Monate zum Erliegen.
Heute steht das Projekt auf eigenen finanziellen Beinen und ist Vorbild für ähnliche Vorhaben in angrenzenden Dörfern.

Lage des Projekts

Zwischen 1977 und 1987 verlor die Elfenbeinküste 42% ihrer Waldgebiete (Export von Edelhölzern). Dies ist die größte prozentuale Waldverlustrate, die in einem Land verzeichnet wurde. Der Taï Nationalpark im Südwesten der Elfenbeinküste bildet mit einer Fläche von 4.540 km² den größten zusammenhängenden Regenwaldblock Westafrikas.

Das Taï Monkey Project widmet sich der Erforschung und dem Schutz der Affen des Taï Waldes und bezieht die Parkrandbevölkerung in Projekte mit ein. Zusammen mit dem AK "Dritte" Welt wurde ein Projekt der nachhaltigen Entwicklung ins Leben gerufen, das der lokalen Bevölkerung alternative Erwerbsquellen bietet, um so den Druck auf die natürlichen Ressourcen zu vermindern.

Nachdem Günther mich 1988 hartnäckig und letztendlich erfolgreich für den AK warb, hat sich daraus bis heute eine überaus erfolgreiche Zusammenarbeit entwickelt, und dies trotz z. T. großer geographischer Distanz.

Eines unserer gemeinsamen Projekte war ein Beitrag zur landwirtschaftlichen Ausbildung in einem Regenwald-Dorf im Südwesten der ELFENBEINKÜSTE, wo vorwiegend Wildfleisch verzehrt wird und wenig alternative Ernährungsmöglichkeiten existieren. So konnte ein arbeitsloser Jugendlicher aus Gouléako mit Hilfe des AK eine Agrarausbildung absolvieren und dann mit weiterer Unterstützung des AK und des Centre Suisse, einem schweizerischen Forschungsinstitut, eine Schweinefarm aufbauen, die nun weitere Arbeitskräfte beschäftigt, das Angebot an tierischen Proteinen erweitert und seit 2006 finanziell auf eigenen Beinen steht.

Seit 2005 bin ich nun in Nairobi, Kenya, und widme mich auch weiterhin Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung in Afrika.
Aber trotz Distanz hoffe ich auch weiterhin auf gemeinsame Projekte und bin dem Projektpartnerausschuss verbunden, auch wenn es zumeist nur über eine Telefonkonferenz oder Internet geht. Die tägliche Arbeit und letztendlich auch der Oscar-prämierte Film von Al Gore zum Klimawechsel zeigen uns, dass es noch viel zu tun gibt, insbesondere in den Gebieten, die ohnehin nicht von Wohlstand gesegnet sind!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Dr. Johannes Refisch